RailWatch „Pulsar“ im Testbetrieb

Bonn, 24. September 2018 // Roll-out: Mit erster systemischer Eigenentwicklung von Deutschland nach Europa. Bonner Unternehmen startet mit selbst entwickelten mobilen Anlagen durch. Kein Eingriff in die Infrastruktur erforderlich.

Im Sommer 2018 hat das Bonner Unternehmen RailWatch die ersten beiden mobilen Messstationen der „Pulsar“-Serie in Betrieb genommen. Entlang des Rhein-Alpen-Korridor – rechts- und linksrheinisch – können seit Juli Zustands- und Verkehrsdaten vorbeifahrender Güterzüge erfasst werden. Der hochfrequentierte Korridor bietet eine hervorragende Möglichkeit, noch mehr Halter und EVUs mit wichtigen instandhaltungsrelevanten Daten zu versorgen. 

Michael Breuer, geschäftsführender Gesellschafter von RailWatch, zum Hintergrund dieser eigenen Entwicklung: „Wir haben frühzeitig erkannt, dass vorhandene Systeme nicht durchweg unseren Erwartungen und den Bedürfnissen des Marktes entsprechen. Immer wieder haben wir festgestellt, dass ein Einbau von Sensoren in die Infrastruktur nur an ausgewählten Stellen wie Hafeneinfahrten oder großen Terminals realisierbar ist. Wer kann schon eine wichtige Strecke sperren, weil Kalibrierungsmaßnahmen erforderlich sind. Schnell kam uns also der Gedanke, auf ein relativ mobiles System zu fokussieren, das wichtige und verkehrsrelevante Daten zuverlässig liefert und schienennah, aber ohne Infrastruktureingriff, umzusetzen ist.“  

Die einzelnen Komponenten wurden in Bremerhaven als Solisten im Feld getestet und danach in ein Gesamtsystem integriert. Dabei wurde nicht nur auf Kompaktheit und Qualität der Komponenten geachtet. Die größte Herausforderung war es, das System so zu entwickeln, dass ein Einsatz auch in einem relativ großen Abstand zur Schiene verlässlich möglich ist. 

„Die größten Vorteile des RailWatch Pulsar sind schnell erklärt: Es ist ein schnell auf- und abzubauendes Sensorsystem, dass auf kleinstem Raum in bis zu 5 m Entfernung von der Schiene eine Vielzahl von Daten liefert. Neben einer zuverlässigen UIC-Nummern-Erkennung und der Wagenreihung werden Bremssohlen analysiert und zukünftig Flachstellen erkannt. Wir sind mit Recht stolz auf die Erfolge, die wir mit diesem System in so kurzer Zeit erzielen konnten“, so Breuer weiter. 

  

Der Rollout-Plan 2018/2019
Mit dem RailWatch Pulsar kann der Roll-out des RailWatch Monitoring Systems noch deutlich beschleunigt werden. Die Ergebnisse der beiden Test-Stationen sind nach aktuellem Stand bereits so zuverlässig, dass bis zum Jahresende eine Inbetriebnahme für vier weitere Korridore geplant ist. Bis Dezember 2018 werden auch Skandinavien-Mittelmeer, Atlantik, NordseeBaltikum und Orient-Östliches Mittelmeer in Betrieb gehen.

Dazu Michael Breuer: „Um die Installation und Wartung für dieses Jahr überschaubar zu halten, beschränken wir uns vorerst noch auf Deutschland. Ab 2019 sieht unser Rollout-Plan aber auch die Inbetriebnahme von Stationen im europäischen Ausland vor, vor allem auf wichtigen Routen wie Nordsee-Mittelmeer und Rhein-Donau vor. Daran arbeiten wir mit Hochdruck und sind – basierend auf den Ergebnissen unserer Standortsuchen – zuversichtlich, diese Ziele auch erreichen zu können.“  


RailWatch Pulsar – Die Fakten

Leistungen:

  • UIC-Nummern-Erkennung 
  • Wagenreihung Zugverbund
  • Bremssohlen-Analyse
  • Flachstellen-Erkennung
  • RFID - Leser

Stellmaß: ca. 2 qm
Max. Schienenabstand: 5 m

Das RailWatch-System
Hochsensible Sensoren und Kameras erheben während der Durchfahrt der Güterzüge automatisch Informationen über die technischen Zustände von Güterwagen. Die Messergebnisse werden über einen Server in einer Cloud zusammengeführt, von der RailWatch-Software ausgewertet und über ein Internetportal an die beauftragenden Unternehmen bereitgestellt. Aus Mehrfachmessungen ermittelt die Software Verschleißtrends und optimale Wartungs- und Instandhaltungszeitpunkte. Langzeit-Informationen werden in einer virtuellen Wagenakte zusammengeführt.   


RailWatch GmbH & Co. KG
RailWatch ist ein Team von erfahrenen Eisenbahnspezialisten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Schienengüterverkehr in die Digitalisierung zu begleiten. Persönlich haftende Gesellschafterin der Kommanditgesellschaft ist die RailWatch Verwaltungs GmbH. Sitz des Unternehmens ist Bonn-Bad Godesberg. Geschäftsführender Gesellschafter ist Michael Breuer. 

 

Kontakt
Nicole Filippczyk
RailWatch GmbH & Co. KG
Schwertberger Str. 14 // 53177 Bonn-Bad Godesberg 
Telefon: +49 (0) 228 33 88 30 30 
E-Mail: nicole.filippczyk@rail-watch.com
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